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Verbleibstudie 2005 über die AbsolventInnen des Lehrgangs

Im Rahmen ihrer Abschlussarbeit für den „Lehrgang für Information und Dokumentation“ 2004/2005 haben Frau Magª Beate Schmid und Frau Ursula Weilenmann im Frühjahr 2005 eine Studie über den beruflichen Verbleib der AbsolventInnen des IuD-Lehrgangs (vormals „Ausbildungslehrgang für Informations- und Dokumentationsfachleute im nichtöffentlichen Bereich“) durchgeführt.

Verbleibstudie 2005.gif

Die Befragung der AbsolventInnen wurde anhand eines schriftlichen Fragebogens durchgeführt, welcher an die TeilnehmerInnen der Lehrgänge von 1994 bis 2003 gesendet wurde. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte in der schriftlichen Abschlussarbeit von Frau Magª Schmid und Frau Weilenmann. Verbleibstudie_OeGDI_Schmid_Weilenmann.pdf (ca. 4 MB)

TESTIMONIALS

Michael Zvonek (Absolvent des Lehrgangs 2014):

Auch aus entsprechender zeitlicher Distanz kann ich nur den Eindruck von kurz danach bestätigen – ausgezeichnete Vorträge von kompetenten Menschen!!

Bei der Stellensuche hat der Lehrgang mir zweifellos insofern genützt, als ich seitdem wesentlich öfter zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werde. Zumindest ein Teilerfolg, wie ich meine. Doch leider gab es trotz intensiver Anstrengungen bisher immer noch besser geeignete Bewerberinnen und Bewerber.

Persönlich konnte ich natürlich nicht nur meinen Wissensdurst mit dem Lehrgang stillen, sondern das Gelernte auch verschiedentlich anwenden (zumindest in privatem Bereich).


Anonyme Absolventin des Lehrgangs 2014

Am nützlichsten und brauchbarsten waren für mich die Einheiten zu Klassifzierung, Beschlagwortung und Katalogisierung – bei letzterem vor allem der Ausblick auf RDA – der war sehr hilfreich, und nun mache ich gerade die RDA-Schulung für Katalogisierer.


 

Angelika Kebhart (Absolventin des Lehrgangs 2010/2011)
Medienbeobachterin, APA Austrian Press Agency

Schon während meines Studiums der Europäischen Ethnologie/Volkskunde hat sich gezeigt, dass mir die Arbeit in einem Archiv oder in einer Bibliothek sehr zusagen und liegen würde. Deshalb habe ich mich, da ich letztes Jahr kurz vor dem Ende des Studiums stand, über Kurse informiert, die mir helfen würden, in diesem Bereich Fuß zu fassen. Dabei bin ich auf den „Lehrgang für Information und Dokumentation“ gestoßen und habe beschlossen, da dieser zeitlich sehr gut gepasst hat und auch leistbar war, diesen zu besuchen.

Erst im Kurs habe ich erfahren, wie weit der I&D-Bereich gefächert ist und dass es auch interessante und ansprechende Tätigkeiten außerhalb von Archiven und Bibliotheken gibt. Noch während des Kurses habe ich mich auf eine Stellenanzeige der APA hin beworben und die Stelle dann auch bekommen. Ich denke, dass ich dies zum Teil auch dem Lehrgang zu verdanken habe. Außerdem habe ich durch den Kurs eine Projektmitarbeit als Lektorin begonnen.

Ich bin sehr froh, dass ich diesen Kurs absolviert habe. Nicht nur, dass ich interessante Menschen und Institutionen kennengelernt habe, ich habe auch viel Neues gelernt. Deshalb möchte ich mich bei der ÖGDI für diesen tollen Lehrgang bedanken und wünsche noch alles Gute für zukünftige Lehrgänge!


Mag. Bernhard Andergassen (Absolvent des Lehrgangs 2008/2009)
Staatsbibliothek zu Berlin, im Jänner 2011

Aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit in der Bibliothek und im Bildarchiv der Österreichischen Galerie Belvedere hat sich für mich als studierter Kunsthistoriker das Interesse am Lehrgang für Information und Dokumentation der ÖGDI / bfi ergeben. Da ich schon eine Tätigkeit in diesem Bereich hatte, war der Lehrgang ein großer theoretischer und praktischer Zugewinn an Professionalität für meinen Arbeitsbereich.

Da ich aus privaten Gründen im Januar 2010 nach Berlin gezogen bin, war ich gezwungen, mir eine neue Herausforderung zu suchen: Während dieser Zeit der Arbeitslosigkeit habe ich ca. 40 Bewerbungen, vor allem im Informations- und Dokumentationsbereich und im Kulturbereich an verschiedene Arbeitgeber versendet.

Gleichzeitig besuchte ich Tagungen im IuD-Bereich, auch außerhalb Berlins, und ich absolvierte einen zweiwöchigen geförderten Betriebswirtschaftslehrgang, der mich auf eine mögliche Selbständigkeit vorbereiten sollte.

Im April wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch an der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz eingeladen und habe in der Folge meine Tätigkeit als Strukturdatenerfasser für das Projekt VD18 im Bereich Historische Drucke des 18. Jh. am 1. Juni begonnen (befristet auf zwei Jahre).

Im Herbst ergab sich an der Staatsbibliothek eine weitere öffentliche Ausschreibung als Verantwortlicher für Leihgabenanfragen von Museen und Ausstellungen und für Digitalisation on Demand-Benutzerwünsche. Da diese Aufgabenstellung meinen Qualifikationen besser entspricht und die Stelle unbefristet ist, ist mir diese sofort aufgefallen und ich habe mich wieder beworben.
Bei meiner Bewerbung wurde der Lehrgang für Information und Dokumentation als fachliche Zusatzqualifikation und Weiterbildung anerkannt. Leider konnte der Lehrgang nicht durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen des Deutschen Kultusministeriums anerkannt werden, da es keine vergleichbare deutsche staatliche Ausbildung gibt. Aber aufgrund der detaillierten Inhalts- und Stundenaufstellung und der ECTS-Bewertung des Lehrgangs kann sich der Arbeitgeber ein ausführliches Bild über die gewonnenen Qualifikationen machen. In der Folge wurde ich für die neue Stelle ausgewählt und beginne diese in den nächsten Wochen.


Martina Humer (Absolventin des Lehrgangs 2007/2008)
Bibliothek der Fachhochschule Wiener Neustadt für Wirtschaft und Technik Ges.m.b.H.

Ich wollte diesen Lehrgang absolvieren, da die Ausbildung national anerkannt wird und einen fundierten Überblick über das Bibliothekswesen bringt.

Durch viele Exkursionen in diverse Bibliotheken erlebt man „Bibliothek“ hautnah, sieht, wie andere arbeiten, und lernt die Vielfalt einer Bibliothek kennen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir unser Ausflug ins Staatsarchiv, wo wir die Reparaturwerkstätte erkunden und zusehen konnten, wie man Bücher repariert. Wir sahen auch, wie sehr alte Bücher und Einbände wiederhergestellt wurden. Mich hat das besonders beeindruckt, weil ich an meinem Arbeitsplatz nur mit Büchern zu tun habe, die maximal 15 Jahre alt sind.

Auch die Mittagessen während der Ausbildung waren ein kleines Erlebnis. Meist begleiteten uns die Vortragenden. So lernten wir sie besser kennen und konnten Gelerntes durch Gespräche festigen.
Ich lernte das Bibliothekswesen besser verstehen. Man lernt Vortragende kennen, die international bekannt sind, und bekommt durch sie sowohl praktische Impulse als auch Einblick in das internationale Geschehen. Dadurch kann man vieles in der Bibliothek, in der man arbeitet, verbessern. Wir haben zum Beispiel danach im Lesebereich Piktogramme aufgestellt, damit die Studenten sich besser orientieren können. Durch den intensiven Kontakt mit den Kollegen in der Ausbildung entstehen Freundschaften, die auch noch Jahre später für Erfahrungsaustausch gut sind.

Das Absolvieren des Lehrganges hat sich auch positiv auf mein Gehalt ausgewirkt.
Ich kann die Ausbildung nur empfehlen.


 

Mag. Beatrix Werner (Absolventin des Lehrgangs 2007/2008):

Für mich war der Lehrgang  beruflich und persönlich meine (bisher!) beste Zeit im Leben, das kann ich nur immer wieder betonen. Durch den Lehrgang habe ich

  • viel Interessantes über Dokumentenmanagement, Recherche und auch bibliothekarisches Grundwissen gelernt;
  • dadurch die Bestätigung erhalten, dass der Bereich Archiv, Dokumentation der Bereich ist, in dem ich mich beruflich weiterentwickeln und tätig sein möchte.
  • viele neue, interessante und nette Menschen kennen gelernt und Freundschaften geschlossen.
  • nicht zuletzt meinen absoluten Traumjob im ORF-Archiv bekommen (der halt leider nur befristet war).

Sabine Schlögl (Absolventin des Lehrgangs 2006/2007)

In den ersten 2-3 Jahren nach der Karenz habe ich einiges aus dem Lehrgang anwenden dürfen. (Mein damaliger Chef hat das Wissen, das ich mir angeeignet hatte, sehr geschätzt.)
Wie es in der Wirtschaft ist (sofern keine Normen Doku & Info vorschreiben), wird dort als erstes eingespart und somit ist auch mein Tätigungsfeld rapide reduziert und ich in andere Tätigkeiten gedrängt worden. Nichtsdestotrotz bin ich in meinem Team „Frau Doku“ und werde von einigen Kollegen immer noch sehr ob meiner Genauigkeit und meines Wissens zum Thema „Wissensweitergabe“ geschätzt. Auch darf ich alle Manuals und e-learnings rezensieren, das gefällt mir auch sehr.


 

Ing. Mag. Leopold Hayer (Absolvent des Lehrgangs 2004/2005)
Akademischer Bibliotheks- und Informationsexperte

Hauptmotiv für meine Teilnahme am Lehrgang für Information und Dokumentation im Studienjahre 2004/05 war, Gewissheit darüber zu erlangen, ob eine künftige Tätigkeit im Bereiche „Bibliothek, Information und Dokumentation“ für mich interessant sei. Das ist diesem Lehrgang mehr als nur gut gelungen, sodass ich anschließend sofort die erworbenen Kenntnisse vertiefen und auch den Universitätslehrgang „Library and Information Studies“ absolvieren wollte. Besonders gut in Erinnerung sind mir die ersten Einblicke in verschiedene Klassifikationssysteme und Thesauri – diese Thematik interessiert mich noch immer ungemein. Sowohl als Mitarbeiter in einem Gelehrtenarchiv als auch als freiberuflicher Information Professional profitiere ich noch immer von den Inhalten, die mir zuerst im Lehrgang vermittelt wurden.


Annemarie Klug († 2011) (Absolventin der Lehrgänge 1986/87 und 2003/2004)
Projektpartnerschaft und Dokumentation, Dreikönigsaktion – Hilfswerk der Katholischen Jungschar

Durch den ÖGDI-Lehrgang habe ich erst erfahren, dass es das Berufsfeld „Dokumentation“ gibt. Sehr bereichernd für mich war die bunte Schar an Teilnehmer/innen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen und Sparten den Kurs besuchten. Meine Motivation, den Lehrgang zweimal zu absolvieren, war der Aufbau je einer Dokumentationsstelle in der Pharmabranche und in der Entwicklungszusammenarbeit. Die inhaltlichen Unterschiede waren enorm groß! Beim Lehrgang 1986 haben wir über die ersten Datenbanken, die wir im Forschungszentrum Seibersdorf besichtigen durften, gestaunt und waren maßlos begeistert. 2003 war das Aufsuchen von maßgeschneiderten Datenbanken für die jeweiligen Berufssparten und Zwecke ganz selbstverständlich.


Anzhalika Baravikova (Absolventin des Lehrgangs 1999/2000)
SGOA/SG/IAEA Safeguards Operations A (East Asia)/Safeguards)/International Atomic Energy Agency

I was recommended to take the 2 semester course for specialists in Information and Documentation in non-public area by a colleague of mine, Dr. Christine Krieger. My supervisor, Dr. Helga Schmid, also strongly supported this training. We worked at the Agris Processing Unit, FAO, which was logistically in Vienna, IAEA, VIC at that time, being part of the Computer Section. As our unit was responsible for collecting, processing and distributing the information related to agricultural research and relevant publications, the course was very relevant for our daily work.

I come from Belarus and was familiar with information management in my country, in the USA where I studied and at a UN organization, but not in Austria. Thanks to the possibility to take part in this training I had the opportunity to learn how information was treated in Austria. We visited many Austrian institutions (e.g. Austrian National Library, ORF, Film Archives, etc.) which was an enriching experience in itself. I was also able to meet Austrian colleagues and make true friends.

I highly recommend this course to all documentation and information professionals and even suggest to make an electronic module/training/course available to those outside of Austria.


Dr. Julia Danielczyk, MSc (Absolventin des Lehrgangs 1996/1997)
Stv. Leiterin der Handschriftensammlung, Wienbibliothek im Rathaus

Als damalige Mitarbeiterin des Oberösterreichischen Literaturarchivs wollte ich die Bibliothekarsausbildung absolvieren, was mir nicht möglich war. Der ÖGDI-Lehrgang bot eine diesbezüglich interessante Alternative.

Zu meinen persönlichen Erlebnissen gehört, dass ich die Bekanntschaft zweier Kurs-Teilnehmerinnen machte, die heute zu meinen besten Freundinnen zählen. Außerdem konnte ich einen guten Einblick in die Praxis bekommen, sodass meine Entscheidung, im Bibliotheksbereich zu bleiben, bestätigt wurde.

Die in der Ausbildung erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen konnte ich gewinnbringend im jeweiligen Arbeitsumfeld anwenden. In der Folge habe ich auch den Universitätslehrgang „Library and Information Studies“ absolviert und unterrichte nun selbst im Aufbaulehrgang die Methoden der Buchforschung.

Fazit: Der Besuch des Lehrgangs war auf allen Ebenen, beruflich und privat, äußerst gewinnbringend!