Am 2. Juli 2021 findet eine Online-Konferenz statt zum Thema: Interdisziplinäre Forschungszugänge zu Wissenschaftskommunikation und Informationsverhalten in der Corona-Pandemie (InFoCoP).

Veranstaltet wird die Tagung von der Universität Hildesheim, gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Bei Interesse bitte ein Kurzabstract (max. 300 Wörter) bis 04. Juni einreichen, an jakisy[at]uni-hildesheim.de.
Der Ausführliche Call for Papers findet sich als PDF hier, Programm und Anmeldung in Kürze hier.

In der Coronakrise ist es von essenzieller Wichtigkeit, dass sich die
Zivilbevölkerung über das COVID-19-Virus informiert und den Empfehlungen
der Expert*innen bzw. den angeordneten Maßnahmen folgt. Aufgrund der
Neuartigkeit des Virus und des akuten Handlungsbedarfs von Seiten jedes
Einzelnen war gerade zu Beginn der Coronakrise ein erhöhter Bedarf an
Informationen gegeben. Bei der Vermittlung coronabezogener Informationen
spielen in Deutschland Wissenschaftler wie Christian Drosten oder
Hendrick Streeck eine wichtige Rolle, und in der eingehenden
wissenschaftlichen Politikberatung während der aktuellen Krise wird
häufig einer der Gründe dafür gesehen, dass Deutschland bislang weniger
als andere Länder betroffen war.

Andererseits zeigt sich auch in der Coronakrise erneut die Polarisierung
der Gesellschaft, denn gleichzeitig nehmen Hasskommentare im Netz im
Coronadiskurs wieder zu, zwischen den verschiedenen Meinungsgruppen,
aber ebenfalls gegen die im Diskurs beteiligten Wissenschaftler*innen
selbst. Daher wird im Rahmen der Corona-Pandemie auch zunehmend der
Begriff Infodemie angeführt. Damit hat die Coronakrise mehr als
vorhergehende Krisen die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, wie
Wissenschaftskommunikation in Krisenzeiten betrieben werden sollte, und
gezeigt, wie wichtig fachlich korrekte Informationen in derartigen
Situationen sind.

Die Tagung InFoCoP ist Teil des vom Niedersächsischen Ministerium für
Wissenschaft und Kultur geförderten Projekts WInCo
(Wissenschaftsvermittlung in der Informationskrise um die
COVID-19-Pandemie). Die Tagung findet am 02. Juli 2021 statt und wird
vollständig online veranstaltet. Ziel ist es, den Forschungsstand zu
Wissenschaftsvermittlung, Berichterstattung und Informationsverhalten in
Zeiten der Corona-Pandemie aus interdisziplinärer Sicht zusammenzutragen
und zu diskutieren. Eine wichtige Rolle dabei soll die Frage spielen,
inwiefern wir aus den Erkenntnissen der aktuellen Forschung
Gütekriterien für eine qualitativ hochwertige und effektive
Wissenschaftskommunikation beziehungsweise Informationsvermittlung
ableiten können.

Vortragsformat: 15 Minuten zzgl. 5 Minuten Diskussionszeit.

Es wird kein Tagungsbeitrag erhoben. Eingeladen sind insbesondere, aber
nicht ausschließlich, Wissenschaftler*innen aus der Linguistik,
Informationswissenschaft, Bibliothekswissenschaft, Informatik, Medien-
und Kommunikationswissenschaft, Psychologie, der Sozialwissenschaft, der
Politikwissenschaft und der Publizistik.

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